Mittwoch, 24. Juni 2009

Interessant

Vaterliebe

Ebenbild bevorzugt

Ganz der Papa: Väter behandeln Söhne und Töchter besser, die ihnen ähnlich sehen. Das hat erhebliche Auswirkungen - vom Essen bis hin zur Schulbildung.

Der Riecher für's Kind: Männer behandeln ihre Kinder besser, wenn sie ähnlich riechen und aussehen wie sie selbst. (Foto: AP)

Mütter wissen, dass ihre Kinder tatsächlich ihre eigenen sind. Väter können sich da nie ganz sicher sein. Durchschnittlich 3,3 Prozent aller Männer ziehen Kinder eines Fremden auf. Die Schwankungen sind groß: Je nach Gesellschaft liegt der Prozentsatz zwischen 0,8 und 30 Prozent.

Rein evolutionstheoretisch betrachtet, können Männer nichts Dümmeres machen, als ihre Energie in fremden Nachwuchs zu stecken. Schließlich ist es der Evolutionstheorie zufolge das Ziel jedes Individuums, möglichst viele eigene Gene in die nächste Generation zu bringen.

Menschen sind da keine Ausnahme, wie Alexandra Alvergne von der Universität in Montpellier in der Fachzeitschrift Animal Behaviour (Bd.78, S.61, 2009) beschreibt. Die Wissenschaftlerin konnte zeigen, dass Väter Kinder bevorzugt behandeln, die ihnen ähneln, bei denen sie also relativ sicher sein können, dass es ihre eigenen sind...

...m letzten Teil der Untersuchung bestimmten die Wissenschaftler den Ernährungszustand jedes Kindes, indem sie den so genannten Body-Mass-Index (BMI) berechneten.

Das Ergebnis war eindeutig. Die Männer kümmerten sich um Söhne und Töchter, die aussahen und rochen wie sie selbst, deutlich mehr als um Kinder, bei denen das nicht der Fall war.

Die Väter schickten Kinder, die große Ähnlichkeit mit ihnen hatten, öfter zur Schule und brachten sie häufiger zum Arzt als Jungen und Mädchen, bei denen die Familienzugehörigkeit nicht so klar zu erkennen war. Zudem war der unverwechselbare Nachwuchs größer und besser genährt als die Geschwister

aus seuddeutsche.de

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